Archiv

Projekte: Geografische Übersicht

Die Archive und die Bilddatenbank des ÖAI Wien

In den Archiven des ÖAI sind Unterlagen zur Geschichte und zu den Grabungen und Forschungen des Instituts verwahrt. Es sind wissenschaftlich orientierte Archive, die hauptsächlich institutsintern genutzt werden, aber auch für Anfragen von außen zur Verfügung stehen.

 

Die Archive gliedern sich in fünf Bereiche:

  • Dokumentationsarchiv – Schriftgut
  • Bildarchiv – Fotos und Dias
  • Planarchiv – Pläne
  • Epigrafisches Archiv – Abklatschsammlung
  • Bilddatenbank

 

 

Dokumentationsarchiv

Das im Dokumentationsarchiv aufbewahrte Material stammt zum Großteil aus der Forschungs- und Verwaltungstätigkeit des Instituts selbst. Drei große Bereiche sind vorhanden, das Material ist auch nach diesen Gesichtspunkten geordnet:

1. Verwaltungsmaterial (Akten, Protokolle, Abrechnungsunterlagen), das vor allem Quellen zur Geschichte des Instituts, seiner Zweigstellen und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enthält.

2. Wissenschaftliches Material, das aus der wissenschaftlichen Arbeit, vor allem der Grabungstätigkeit des ÖAI entsteht (Grabungstagebücher, Notizen, Manuskripte, Korrespondenz, Zeichnungen, Skizzen, Fotos). Dieses ist nach topografischen Gesichtspunkten geordnet: Inland (alphabetisch nach Bundesländern und Orten; Schwerpunkt: Carnuntum) und Ausland (Schwerpunkt: Türkei, Ephesos).

3. Die Nachlässe ehemaliger Direktoren und wissenschaftlicher Bediensteter, die nach Möglichkeit als solche geschlossen erhalten bleiben, beinhalten sehr unterschiedliches Material: Unterlagen zu deren Forschungstätigkeit, wissenschaftliche und persönliche Korrespondenz, persönliche Dokumente und Fotos. Folgende Nachlässe (bzw. Teilnachlässe) sind u. a. erhalten: Fritz Eichler, Rudolf Egger, Franz Miltner, Camillo Praschniker, Emil Reisch, Hermann Vetters, Otto Walter.

 

Bildarchiv

Das im Bildarchiv aufbewahrte Material spiegelt die Forschungstätigkeit des Instituts wider und umfasst vor allem die fotografische Dokumentation der ÖAI-Grabungen von der Institutsgründung bis in die Gegenwart.

 

Unter dem Negativbestand sind die etwa 10.000 Glasplattennegative hervorzuheben, die Aufnahmen vom Beginn der Grabungen in Ephesos bis in die 50er Jahre des 20. Jhs. beinhalten. Derzeit wird die Lagerung dieses wertvollen historischen Bildbestandes umgestellt. Ziel ist die weitestgehende Schonung der Originale. Die Platten werden entsprechend modernen archivarischen Gesichtspunkten in Klappumschläge umgepackt und in speziellen Archivschachteln aufbewahrt. Während dieses Arbeitsprozesses werden die Bilder auch digital erfasst.

 

Der Bestand an Negativfilmen verschiedener Formate (ca. 108.000 Aufnahmen, vor allem Schwarz-Weiß) von den 50er bis in die 90er Jahre des 20. Jhs. umfasst hauptsächlich Grabungsaufnahmen und die Dokumentation der verschiedenen Fundgattungen.

 

Die Diathek (Gesamtbestand ca. 130.000 Dias) bietet neben allgemeinen Aufnahmen von Grabungsstätten des Instituts auch Bildmaterial, das im Zuge von Forschungsreisen der Institutsangehörigen entstanden ist. Hinzu kommen Detailaufnahmen sowie die Grabungsdokumentation von ÖAI-Forschungsprojekten.

 

2009/2010 konnte der gesamte Diabestand des Instituts digitalisiert werden. Das Einspielen der Datensätze in die Bilddatenbank und eine Verschlagwortung ist derzeit in Arbeit.

 

Planarchiv

Das Planarchiv des ÖAI umfasst rund 10.000 zeichnerische Dokumentationen von Grabungen, Übersichtspläne, Karten, Rekonstruktionszeichnungen, Aufnahmen von Architekturfragmenten, geodätische Unterlagen u. v. m. in Bleistiftoriginalen, Tuscheumzeichnungen, Kopien oder in digitaler Form. Die Pläne stammen von Grabungen des ÖAI seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute, aus diversen Provinzen des Römischen Reiches, aus Österreich, vom Balkan, aus Griechenland und im überwiegenden Maße aus Ephesos. Jährlich wird der Bestand durch einen kompletten Kopiensatz der gesamten Grabungsdokumentation aller ÖAI-Projekte erweitert.

 

Unter den ältesten Beständen finden sich dokumentarisch und künstlerisch wertvolle Aquarelle mit Landschaftsdarstellungen und Tuschezeichnungen diverser Bauwerke (vor allem von Carl Humann, George Niemann, Wilhelm Wilberg).

 

Die Pläne sind nach Format geordnet und jeweils in Rollen, säurefreien Kartonmappen und handgefertigten Hüllen aus Spezialfolie archiviert und in Metallkästen gelagert. Die Benutzung des Planarchivs ist auf Anfrage möglich, eine Entlehnung jedoch nicht. Originale verbleiben am Institut, können dort aber zur Bearbeitung herangezogen werden. Auf Wunsch und nach Möglichkeit werden von bereits publizierten Plänen Kopien oder Scans erstellt.

 

Epigrafisches Archiv

Das ÖAI beherbergt ein epigrafisches Archiv mit etwa 5.000 Abklatschen (Papier und Latex). Der Großteil (rund 4.000 Exemplare) entfällt auf die ephesischen Inschriften, hinzu kommen solche anderer Ausgrabungen und Forschungsreisen des ÖAI. Eine Benutzung des Archivs ist auf Anfrage möglich.

 

Bilddatenbank

Seit 2002 wird am ÖAI ein digitales Bildarchiv auf Basis der Software Easy DB der Firma programmfabrik aufgebaut. Ziel ist neben dem Sichern der Bestände, das jährlich anfallende digitale Bildmaterial aller laufenden Projekte effizient zu verwalten und die Benutzung in Forschung, Lehre, für Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit zu vereinfachen. Bis dato wurden 264.000 Bilder (Stand Jänner 2016) vollständig verschlagwortet in die Datenbank eingegeben. Eine Benutzung der Bilddatenbank ist auf Anfrage möglich.

 

 

Abbildungen von Archivmaterial in Publikationen

Materialien (Fotos, Diapositive, Negative, Scans, schriftliches Material), für welches die Urheberrechte bzw. Verwertungsrechte beim ÖAI liegen und für die keine zusätzlichen Einschränkungen bestehen, können für Publikationszwecke zur Verfügung gestellt werden. Das ÖAI verrechnet in solchen Fällen bei nichtwissenschaftlichen Publikationen Reproduktionsgebühren, sonst nur eventuelle Herstellungskosten.

 

Entgelte

 

 

Kontakt

Isabella Benda-Weber

archiv@oeai.at