Restaurierung

Projekte: Geografische Übersicht

Konservierung von Bodendenkmälern

Dem Aufgabenbereich ›Bodenfundkonservierung‹ kommt am ÖAI derzeit ein angestellter Restaurator nach. Das Know-how und die zur Verfügung stehende Werkstätte ermöglichen Methoden, die internationalen Qualitätsanforderungen entsprechen. Der zu konservierende Befund umfasst die gesamte Palette der in der Antike verarbeiteten Werkstoffe. Dabei sind Funde aus organischen Rohstoffen, den lokalen Umständen zufolge, am wenigsten vertreten. Vereinzelt sind Bernstein, Holz, noch seltener Leder, etwas häufiger Bein zu konservieren.

 

Schon mengenmäßig mehr Arbeit ist bei der Gruppe von Metallfunden erforderlich. Silber und hauptsächlich Bronze- und Eisenobjekte sind in ihren Korrosionsschichten bis zu wieder auswertbaren Oberflächen freizulegen und zu stabilisieren.

 

Große Fundmengen fallen bei Keramik an, Gläser sind hingegen in wesentlich geringerer Anzahl zu bearbeiten.

 

Die Konservierung von Steinarchitektur und Schmuckflächen wie Wandmalereien und Mosaiken erfolgt nur in Ausnahmefällen, wenn diese am Grabungsplatz nicht erhalten werden können, in der Werkstätte. Hier sind geborgene – abgenommene, gehobene – Wandmalereien und Mosaiken mit speziellen Applizierungsmethoden zu sichern. Von vornherein wird jedoch immer versucht, Baudenkmäler, da eigentlich unbeweglich an ihrem Herstellungsort gebunden, in situ zu konservieren.

 

Die Anfertigung von Kopien über Silikonformen aus den unterschiedlichsten Positivmassen, z. B. für Ausstellungen oder zur Unterstützung der wissenschaftlichen Auswertung oder auch aus rein kommerziellen Gründen, ist schlussendlich ein weiteres Aufgabengebiet.

 

 

Literatur

K. Hasitzka – K. Herold, Die Abteilung für Konservierung und Technologie von Bodendenkmälern, in: 100 Jahre Österreichisches Archäologisches Institut 1898–1998, SoSchrÖAI 31 (Wien 1998) 83–85.

 

 

Kontakt 

Karl Herold