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Seit 2008 läuft in Ephesos in Zusammenarbeit mit dem Efes Müzesi Selçuk ein Projekt, das akute Sicherungsmaßnahmen im Ruinengelände vorsieht. Nach einer ersten Sichtung der Problemstellen wurde ein permanentes Monitoring entwickelt sowie ein vierköpfiges Arbeiterteam speziell für diese Arbeiten ausgebildet. Unter der Leitung eines Restaurators wird nun eine kontinuierliche Wartung des Denkmälerbestandes vorgenommen. Als besonders problematisch erwies sich das von Touristen frequentierte Bouleuterion, das trittsicher gemacht werden musste. Aber auch im Bereich der Insula M1, des sog. Freudenhauses, konnten zahlreiche Gefahrenherde aufgezeigt und letztendlich eliminiert werden. Ziel des Projekts ist eine Sicherung des Bestandes zum Schutz der Denkmäler, allerdings auch der zahlreichen Besucher.

 

In den letzten Jahren konzentrierten sich die Arbeiten auf die stark begangenen Bereiche des Staatsmarkts, des Domitiansplatzes und der Kuretenstraße, zudem wurden einzelne neuralgische Punkte im Hanghaus 2 gesichert. Neben den konservatorischen Arbeiten werden auch die Schutzzäune erneuert, wie um das sog. Lukasgrab und das Odeion im Artemision.

 

Der Vorteil der permanenten Wartung zeigte sich eindrucksvoll bei dem mittelschweren Erdbeben, das sich am 11. November 2010 ereignete und in der Ruinenstätte von Ephesos Schäden hinterließ. Diese konnten bereits am darauffolgenden Tag dokumentiert und die umgestürzten Säulen umgehend gesichert werden.

 

 

Finanzierung

ÖAI

privat

 

 

Kontakt

Sabine Ladstätter

Sinan Ilhan

Cengiz Topal